

Der Charakter
Zu Donna Beneviento gehört Angie einfach dazu. Die Bauchrednerpuppe, ein Geschenk ihres Vaters, lange Zeit das einzige Sprachrohr, durch das Donna sich verständigt hat. Später mit einem Teil von Donnas Cadou versehen, wird Angie lebendig und terrorisiert die anderen Lords und Ethan.
Und so stand ich, als ich beschloss, Donna Beneviento zu cosplayen vor der Frage, was ich mit Angie tue. Es gibt die Bauchrednerpuppe zu kaufen, doch akkurate Versionen rangieren irgendwo bei 2.000 bis 3.000€. Als Vorlage für den 3D-Druck oder bereits gedruckt, aber unbemalt, kann man Angie schon für wenige hundert Euro erwerben.
Mir war das zu teuer, also dachte ich mir, warum mache ich nicht meine eigene Version für so wenig Geld wie möglich? Kann ja nicht so schwer sein. Und als bräuchte man dafür irgendwelche Kenntnisse… oder einen Plan.
Es war eine sehr abenteuerliche, experimentelle Reise, auf die ich euch mitnehmen möchte.
Die Materialien
Modellierung
- Styroporblöcke
- Balsaholz
- Lufttrocknende Modelliermasse
- 25 runde Karabiner
- Draht
- Holzkugeln
- Lochblech
- Schrauben (viele verschiedene Schrauben)
- (mechanische) Federn
- Schraubenmuttern
- Heißkleber
- Fliegengitter
- Zahnstocher
- Acrylfarben: Elfenbein, braun (umbra), ocker, schwarz, gold
- EVA-Foam
- Watte
- Kreppband
- Handgriff
Kleidung/Schleier
- Stoffe vom Stoffmarkt
- Kunstblumen (Rosen) aus dem Bastelladen
- Earl Grey (Schwarztee)
- Klettverschluss
Der Prozess
Modellierung des Körpers

Eigentlich hatte ich vor, die Angie-Puppe aus lufttrocknender Modelliermasse zu fertigen, da ich meine Holzschnitz-Künste nicht als gut genug für eine solche Arbeit einschätzte.
Doch bei der Planung fiel mir auf, wie groß diese Puppe eigentlich ist. Sie geht Donna bis zur Hüfte, was Angie gemessen an meiner Größe fast einen Meter groß machen würde.
Eine derartig große Puppe aus Modelliermasse zu fertigen, wäre auch ganz schön ins Geld gegangen.
Also überlegte ich, was ich stattdessen verwenden könnte.
Mein Wahl fiel wieder auf einen sehr experimentellen Weg:

Ich beschloss, den Kern des Körpers aus Styropor zu fertigen, und die Gliedmaßen aus Balsaholz.
Balsaholz ist unglaublich leichtes Holz und sehr günstig.

Ich habe zwei Blöcke Styropor mit Klebeband zusammengeklebt und dann die Torsoform mit einem Taschenbesser ausgeschnitzt.
Ebenso habe ich die Balsahölzer auf die richtige Länge der Arme und Beine gestutzt und ein bisschen geschnitzt, um schon ein wenig den Look der Gliedmaßen zu erhalten.

Diese Basis aus Styropor und Holz musste ich nun nur noch mit der lufttrocknenden Modelliermasse ummanteln und dabei die filigraneren Formen des Torsos etwas feiner modellieren.
Außerdem habe ich runde Karabiner besorgt, mit denen die Gliedmaßen aneinander befestigt werden – wie es auch bei der originalen Angie-Puppe ist.
Sie habe ich einfach mit in die Modelliermasse eingearbeitet.

Zu den Händen komme ich später. Sie waren wie hier modelliert eine ziemliche Fehlkonstruktion.
Nun hieß es erst einmal warten, bis alles getrocknet war. Dies dauerte 2 Tage.

Mit dem getrockneten Ergebnis war ich nicht gänzlich zufrieden.
Zum einen sind die Arme etwas zu lang geraten.
Zum anderen hat sich die lufttrocknende Modelliermasse während des Trocknungsprozesses etwas zusammengezogen, während das Holz und der Styropor dies nicht getan haben, sodass sich beinahe auf jedem der modellierten Teile Risse gebildet haben.
An sich haben mich die Risse nicht gestört, denn auch, wenn sie nicht „akkurat“ sind, haben sie dem Look etwas gegeben, was mir durchaus gefallen hat.
Ich hatte nur wirklich Sorge, dass sich die Risse früher oder später ausbreiten und die ganze Puppe auseinanderbricht.
Also musste ich nach einer Möglichkeit suchen, wie ich das Ganze stabilisieren konnte.

Letzten Endes entschied ich mich dafür, die entstandene Risse mit Epoxidkleber aufzufüllen und somit hoffentlich zu verhindern, dass die Modelliermasse weiter aufreißt.
Auch wenn die Wahrscheinlichkeit dafür gering war, es hat mir dennoch Sorge bereitet.

Was sich am Ende auch als hervorragende Idee herausstellte, war, dass ich beschlossen hatte, als Verbindungsringe Karabiner zu verwenden, die sich öffnen lassen. So kann die ganze Puppe auseinandergebaut und auf sehr kleinem Platz gelagert werden!
Die Hände

Zuerst hatte ich die Hände und Finger nur aus Modelliermasse geformt und mit Epoxidkleber die Finger befestigt (hier in bereits bemalter Form).
Ich mochte die Optik, auch wenn sie nicht ganz originalgetreu war.
Doch leider brachen bereits beim ersten Testshoot die Finger ab.


Daher wählte ich für Version 2 zunächst ein Grundgerüst aus Draht, das die Finger stabilisieren sollte.
Dieses habe ich dann wieder mit Modelliermasse ummantelt.
In die Modelliermasse auf dem Handrücken habe ich Schraubenmuttern mit eingesetzt, sodass man die Hände mit langen Drähten auch bewegen könnte.


Die zweite Version ist originalgetreuer und stabiler. Zudem kann man das Loch der Schraubenmuttern sehen, in die man den Draht schrauben könnte, um die Hände zu bewegen.
Der Kopf

Der wirklich schwierige Teil des Cosplays kam nun: Der Kopf.
Es handelt sich bei Angie immerhin um eine Bauchrednerpuppe, also war mein Anspruch natürlich, dass sie Kopf, Augen und Mund bewegen können muss.
Dazu schaute ich mir an, wie echte Bauchredner das Innenleben des Kopfs ihrer Puppen gestalten, und stellte sehr schnell fest, dass das meine Fähigkeiten bei Weitem übersteigt.
Also zurück zum Experimentieren.
Doch erst einmal musste für die Mechanik eine Hülle her. Sprich, der Kopf muss erst modelliert werden.

Dazu startete ich mit einem Styroporball in der richtigen Größe, in den ich die Höhlen für Augen und Mund ausschnitzte. Die Höhlen für die Augen mussten dabei auch groß genug für diese sein.
So weit, so leicht.

Erstmal verpackte ich die Styroporform in Frischhaltefolie und habe den Kopf dann mit derselben Modelliermasse ummantelt wie den Körper.
Die Nase(n), die Lippen und die Zähne, sowie die Zweiteilung des Gesichts habe ich mithilfe eines Taschenmessers geformt.
Zu jedem Zeitpunkt haben die geplanten Augen noch gepasst.
Die Schwierigkeit nun war, dass ich wollte, dass der Kopf hohl sein sollte, damit ich darin die Mechanik unterbringen konnte. Also musste ich zu irgendeinem Zeitpunkt den Styroporball im Innern entfernen.
Und das ging nur zu einem bestimmten Zeitpunkt während des Trocknungsprozesses: Wenn die Modelliermasse bereits so trocken ist, dass sie sich nicht mehr verformt, wenn ich den Ball entferne, aber noch nicht so trocken, dass ich die Form nicht mehr aufschneiden kann.
Das war eine wirkliche Herausforderung.
An der ich scheiterte.

In Panik, dass ich den richtigen Zeitpunkt verpasste, habe ich die Form aufgeschnitten.
Zu früh.
Die Modelliermasse war noch nicht trocken genug und begann sofort, sich an den Schneidekanten zu verformen.
Nichtsdestotrotz beschloss ich, dem Plan weiter zu folgen und habe die Augenhöhlen und den Mund ausgeschnitten, bevor ich das Innere des Kopfes mit mehr Modelliermasse weiter stabilisiert habe.
In der Hoffnung, weiteres Verformen zu vermeiden, habe ich die beiden Halbkugeln wieder auf Styroporbällen platziert zum weiteren Trocknen.

Nach dem Trocknen stellte sich heraus: leider hatte ich es in meiner Panikreaktion tatsächlich verbockt.
Vorne und hinten passten nicht mehr aufeinander. Und als ich versuchte, etwas zu fixen, ist ein Teil abgebrochen.
Also beschloss ich, den hinteren Teil des Kopfes einfach wegzulassen. Dieser wäre eh vom Schleier verdeckt. Und das Gesicht sah immerhin ganz gut aus.
Außerdem würde ich so einen besseren Zugang zur Mechanik bekommen.
Die Mechanik des Kopfes
Die Mechanik war wohl das Experimentellste an der gesamten Puppe, daher war Nacharbeit nach dem ersten Einsatz erforderlich.
Die Augen

Die Materialien für die Augen bestanden aus Materialien aus dem Baumarkt
- Zwei Holzkugeln mit Loch, in die Schrauben mit Ring am Ende geschraubt und mit Heißkleber festgeklebt sind
- Eine kleine Feder
- Schrauben und Muttern
- Ein Lochblech
- Kleine Dichtungsringe

Die Ringe, die an den Augen befestigt sind sind an dem Lochblech mit Schrauben und Muttern befestigt. Die Muttern sind dabei jedoch nicht komplett festgezogen, sodass noch etwas Bewegung des Blechs zu den Seiten möglich ist.
Befestigt ist die Konstruktion mit einer Feder an der Oberseite des Kopfes. So bleiben die Augen in Ruhe gerade nach vorn gerichtet, aber konnen durch Stauchen oder Strecken der Feder auch nach unten oder oben blicken.

Später habe ich dann noch altes Fliegengitter von innen gegen die Augenhöhlen geklebt.
Zum Teil, damit die Augenhöhlen auch schön dunkel sind, aber vor allem, damit die Augäpfel nicht ganz so stark in den Kopf fallen, praktisch wie ein Fangnetz.
Der Mund

Den Unterkiefer habe ich aus Modelliermasse gebildet und mit einem Steg aus Holz verlängert.
Das angeklebte Dreieck fungiert als Art „Wippe“, die das Auf- und Zuklappen des Mundes möglich macht.

Die erste Konstruktion hielt den Mund mit zwei Federn geschlossen, die mit einem Faden über dem Steg verbunden waren.
Um den Mund zu öffnen, musste das hintere Ende des Stegs nach oben gedrückt werden.
Man sieht zwischen den Federn, wie das kleine Dreieck aufliegt und die Wippe bildet.

Da sich die Konstruktion mit den Federn jedoch als sehr instabil herausstellte, habe ich später nachgearbeitet:
Auf beiden Seiten des Mundes wurde mit angeklebten Zahnstochern ein kleines Loch geschaffen. Durch die Wippe wurde ein Zahnstocher gezogen, der auf beiden Seiten des Mundes durch eben dieses Loch geht.
So kann der Mund durch Bewegen des Stegs kontrolliert werden. Er hat zwar keine Ruheposition mehr, aber mehr Stabilität-
Eine Testaufnahme der Mechanik…
Die Bemalung

Ich habe lange gebraucht, um eine zufriedenstellende Farbgebung zu finden.
Die Puppe soll wie Holz aussehen, aber nicht weiß und auch nicht wirklich braun.
Am Ende habe ich mich entschieden, alle Teile zunächst mit schwarzer Acrylfarbe zu bemalen, bevor ich mit elfenbeinfarbener Acrylfarbe eine zweite Schicht Farbe aufgetupft habe.
Dadurch ergibt sich dieser ältere Look. Für die Maskenseite von Angies Gesicht habe ich einfach noch ein bisschen schwarze Farbe in die elfenbeifarbene gemischt.

Schattierungen habe ich mit Graphitpulver, das ich mit dem Taschenmesser von einem Bleistift geschabt habe, hinbekommen.

Für die Schuhe habe ich den vorderen Teil und das Riemchen mit dunkelbrauner Acrylfarbe gemalt und anschließend mit flüssigem Tip-Ex das Muster aufgemalt.

Da die weiße Farbe des Tip-Ex jedoch zu hell war, habe ich nochmal mit ein bisschen brauner Acrylfarbe, die ich direkt wieder abgewischt habe, nachgedunkelt, um einen authentischeren Look zu erhalten.


Schmuck
Angie trägt Armreifen und einen Choker um den Hals.


Diese Schmuckstücke habe ich jeweils aus EVA-Foam gefertigt (1mm Dicke) und mittels eines Heißluftföhns in Form gebracht.

Ich habe mir verschiedene Bilder und Videos angeschaut und aufgemalt, wie das Muster auf den Schmuckstücken aussehen müsste.
Und dann habe ich es mit Heißkleber aufgemalt.
Die Armbänder sind dabei auch schon aufgeklebt.


Natürlich ist das Ergebnis mit dem Muster aus Heißkleber nicht perfekt, aber es passt zum leicht abgewrackten Gesamtlook der Puppe.

Dann ging es ans Bemalen. Die Schmuckstücke stechen heraus, haben einen Hauch von Gold.
Erst mit brauner (umbra) Acrylfarbe und dann schwarze Acrylfabe mit einem Schwamm darübergetupft, um den alten Look zu bekommen.
Zwischenergebnis:



Dann habe ich noch goldene Acrylfarbe mit einem Schwamm aufgetupft.

Und zu guter Letzt habe ich noch eine ganz dünne Schicht elfenbeinfarbener Acrylfarbe (die Farbe, die ich für den Körper genommen habe) hinzugefügt, damit der Gesamteindruck der Puppe stimmiger wird.
Der Nacken
Bei einer Bauchrednerpuppe ist es wichtig, dass sie den Kopf bewegen kann. Mein Ziel war es, vor allem eine nickende Bewegung leicht zu machen. Ein Kopfschütteln war für mich eher zweitrangig, da es umso gruseliger ist, wenn die Puppe nur die Augen bewegt, um zur Seite zu schauen.

Nach einem Besuch im Baumarkt war das die Konstruktion, die ich mir für die Mechanik überlegt habe.
Die beiden Schrauben mit ringförmigen Köpfen können auf der waagrecht durchgeschobenen Schraube bewegt werden, wenn die Muttern links nicht festgezogen sind.
Mit den beiden Muttern oben wird der Kopf fixiert. Dies würde auch (wenn man die beiden Muttern oben nicht festzieht, auch die Kopfschüttel-Bewegung ermöglichen.

So sehen die Befestigungen aus. Einmal oben am Kopf, einmal die untere Schraube im Material des Halses der Puppe „eingemauert“ (leider Bild unscharf…)


Da der Choker auf dieser Konstruktion jedoch nur sehr locker saß, habe ich mit Watte und Kreppband den Hals so weit ausgepolstert, dass der Choker dann bequem darauf Platz hatte.
Wieder ganz getreu nach dem Motto: Sieht eh keiner von außen, warum ordentlich machen?

Das Endergebnis: Der Choker sitzt schön stabil, aber die Watte ermöglicht noch immer die Bewegungen wie erwünscht.
Befestigung
Natürlich ist bei der Puppe eine große Frage: Wie soll ich sie tragen? Wie laufe ich damit herum?

Mein erster Ansatz war, die Puppe unter dem Kleid mit Bandagen und Seilen zu umwickeln, die im Rücken gepackt werden können und so getragen.
Das war jedoch kein sonderlich befriedigendes Ergebnis und auf Dauer nicht durchführbar, da die Puppe recht schwer ist und somit das Seil in die Hand unangenehm einschneidet.

Die Lösung fand sich wieder bei einem Besuch im Baumarkt: Ein Griff, den ich am Rücken der Puppe festgeschraubt habe.
So kann die Puppe mit einer Hand ganz einfach getragen werden.
Was mir dabei jedoch immer noch nicht 100-prozentig bewusst war, war die Tatsache, dass ich plante, eine Bauchrednerpuppe von 7-8 kg (ja, so schwert ist sie mit allen Gliedmaßen und dem Kleid) mit einer Hand zu tragen.
Für den Moment kann sie so gehoben werden, doch nicht stundenlang über eine Convention getragen werden.

Meine Lösung bestand darin, dass ich einen derben Militär-/Multifunktionsgürtel unten durch den Griff gezogen habe und mir um die Taille unter der Cosplayjacke gelegt, sodass das Gewicht komplett auf der Hüfte liegt.
Auf die Weise habe ich auch beide Hände frei.
Später habe ich zur Stabilisierung noch einen Gurt durch das obere Ende des Griffs gezogen, den ich mir über die Schulter gelegt habe, um die Schwenkbewegung der Puppe zu minimieren.
Das Kleid und der Schleier

Für Angies Garderobe habe ich die Materialien auf dem holländischen Stoffmarkt erwerben können: Leinen und Spitze in elfenbeinfarben bis gelb.
Die Farben und Materialien kommen dem, woraus Angies Hochzeitskleid gemacht ist, sehr nah.
Das Kleid selbst habe ich Angie (dank dehnbarem Spitzenstoff) einfach auf den Leib geschneidert, ohne jegliches Schnittmuster. Der schleppenartige Teil (eng. „swag“) war eine gewisse Herausforderung im Bezug auf die Raffung, aber am Ende habe ich es ausgeknobelt.



Zu guter Letzt blieb noch der Schleier, welcher eine Kombination aus Schleier, Haaren und Blumenkranz ist.

Den Schleier habe ich Freihand aus dem gleichen Stoff wie der des Kleides geschnitten.
Dabei habe ich darauf geachtet, Muster immer vollständig mit auszuschneiden, damit der Schleier nicht fransig aussieht.
Die nicht gerade Kanten/die unregelmäßige Form fällt auf den ersten Blick an der Puppe nicht auf, gibt ihr im Gesamtlook aber auch wieder etwas „wildes“.

Für den Blumenkranz habe ich künstliche Rosen gekauft. Da sie jedoch eine gänzlich inakzeptable weiße Farbe hatten, musste dem beigekommen werden.
Also wurden sie über Nacht in Earl Grey Tee (Schwarztee) eingelegt.


Das Resultat konnte sich sehen lassen… bis auf ein Problem: Die Blätter hatten noch immer eine satte grüne Farbe (was gar nicht geht!)


Nachdem ich einige Stunden dasaß und die Blätter mit brauner Acrylfarbe bepinselt hatte, war ich mit dem Ergebnis zufrieden: kein sattes Grün mehr zu sehen.

Da meiner Puppe der Hinterkopf fehlt, habe ich beigen und schwarzen Stoff zusammengenäht, damit die Seiten des Kopf und die Rückseite die Illusion eines geschlossenen Schädels erzeugen, während die Außenseite unter dem Schleier beige ist, was wiederum nicht auffällt.

Auf diesen „Unterschleier“ habe ich die gefärbten Blumen und einige Tressen einer alten Perücke für Angies Haare aufgenäht.
Im nächsten Schritt wurde noch der Schleier aus Spitze obendrauf genäht.

Mit Klettverschluss, den ich der Puppe oben auf den Kopf geklebt hatte, und die andere Seite auf die Unterseite des Schleiers, konnte ich den Schleier befestigen.
Man sieht hier auch das Ergebnis der schwarzen Innenseite des Schleiers: Die Augenhöhlen der Puppe sind schwarze Löcher.

Nachdem ich den Schleier selbst noch etwas weiter nach oben gezogen hatte und er dadurch von vorne noch etwas sichtbarer wurde, gefiel mir das Ergebnis besser.
Das Ergebnis

Ich bin sehr zufrieden damit, wie meine Angie geworden ist.
Es lief natürlich nicht einmal ansatzweise alles wie geplant, die Puppe ist deutlich schwerer geworden, als ich gedacht hätte, die Mechanik ist nicht immer leicht zu bedienen, aber ich habe alles komplett selbst gemacht und trotz aller Rückschläge durchgezogen, und darauf bin ich sehr stolz.
Und sie ist gruselig, was die Hauptsache ist!