Der Charakter

Donna Beneviento ist in „Resident Evil Village“ einer der vier Lords des Dorfes und somit einer der Bossgegner, die Ethan auf der Suche nach seiner Tochter überwinden muss.

Donna ist der zweite Boss und im Gegensatz zu den anderen Lords sehr ruhig und passiv. Sie spricht nur einen einzigen Satz, das Sprechen übernimmt ansonsten ihre vorlaute Bauchrednerpuppe Angie.

Wie ihr ganzes Design schon verrät, steht sie für den psychologischen Horror des Spiels. In ihrem Level ist Ethan waffenlos und wird durch verstörende Bilder, die durch Donnas Fähigkeit, Halluzinationen heraufzubeschwören, gequält.

Als Fan von psychologischem Horror hat mich Donna sofort angesprochen. Ihr Outfit ist ziemlich leicht zu schneidern gewesen, bestehend aus einer Jacke und einem Rock, sowie einem Schleier.

Das schwierigste an dem Cosplay war die Puppe, Angie, der ein komplett eigener Beitrag gewidmet ist.


Materialien

Stoffe und Knöpfe

  • Spitze Sconti – Schwarz (Stoffmeile, nicht mehr im Sortiment)
  • Leinen schwer, vorgewaschen Grau (Stoffmeile, nicht mehr im Sortiment)
  • runde Knöpfe zum aufnähen
  • Gummizug

Verwendete Schnittmuster

Für das Oberteil habe ich als Grundlage wieder eines meiner am meisten verwendeten Muster genutzt: burda young 6847

Der Schnitt ist ein Princess-Schnitt, schmiegt sich also gut an die Figur an, und dadurch, dass die Jacke lang ist, kann das Schnittmuster gut an die gewünschte Länge angepasst werden.

Andere Cosplays, die das gleiche Muster vewenden:

  • Lysatrya
  • Inej Ghafa
  • Ratcatcher 2
  • Kate Bishop (Hawkeye) – nie geshootet

Ich musste lediglich den Saum der Jacke in der richtigen Länge vorne spitz zulaufen lassen und die Ärmel anpassen.

Für den Rock habe ich kein Schnittmuster verwendet, sondern ein Rechteck in der Breite, wie die Weite unten sein soll, zugeschnitten und mit einem Gummizug am oberen Ende versehen.

Der Prozess

Das zweiteilige Kleid war sehr schnell nach dem Schnittmuster angefertigt, es gab keine Probleme.

Der anthrazitfarbene Stoff gefällt mir wieder sehr gut, er lässt das Kleid älter und getragener Wirken, als es tatsächlich ist.

Zudem hat Leinen wieder eine sehr schöne Struktur, die gut herauskommt.

Der Schleier selbst war etwas schwerer zu machen.

Der Schleier selbst ist zweigeteilt: ein hinteres Teil und ein vorderes. Um den Kopf ist er mit einem Band aus Spitze befestigt.

Vorne hat er ein „Sichtfenster“ ebenfalls aus Spitze, was leicht einzusetzen war.

Auf manchen Bildern sieht man, dass am unteren Rand des Schleiers (vorne) auch noch eine Verzierung aus Spitze aufgebracht ist, und das in einem recht komplexen Muster.

Mein Vorgehen war es, zuerst die Spitze auf der Vorderseite temporär zu fixieren und dann das Muster, das ich haben will, feszunähen.

Im zweiten Schritt wurde die Spitze auf der Vorderseite mit einer Nagelschere entlang der Nähte zugeschnitten, sodass am Ende nur noch die gewünschten Teile übrig bleiben.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Die Angie-Puppe

Da die Bauchrednerpuppe eine enorme Herausforderung war, hat sie ihren eigenen Beitrag verdient.

Hier geht es zum entsprechenden Beitrag, in dem die Fertigung im Detail beschrieben ist.


Das Ergebnis

Das Cosplay war vor allem wegen Angie eine ganz besondere Herausforderung.

Doch am Ende bin ich mit dem Ergebnis enorm zufrieden. Es wirkt genauso gruselig, wie ich es mir vorgestellt habe.

Außerdem ist es ein schönes No-Make-up-Cosplay, was frau ja auch immer mal wieder braucht.

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