»Ich bin ein Vampir. Und du jetzt auch.«

Diese Worte ihres Stalkers kann Emma nicht vergessen, auch wenn sie sie nicht glaubt. Doch als sich ihr gesundheitlicher Zustand im Krankenhaus verschlechtert und auf einmal eine kirchliche Organisation ihr Hilfe anbietet, ist Emma gezwungen, sich damit auseinanderzusetzen, dass es weit mehr zwischen Himmel und Erde gibt, als sie vermutet hätte. Und dass eine Existenz als Vampir ein Fluch ist.

Doch wie jeder Fluch muss auch dieser gebrochen werden können.

Und Emma ist gewillt, eine Möglichkeit zu finden, dies zu vollbringen.

Immerhin hat sie eine Ewigkeit dazu Zeit.

Einordnung

Genre: Urban Fantasy, Vampirroman

Inhalt (und mögliche Triggerthemen) – Potenzielle Spoiler!
  • Vampire (unkonventionelle Darstellung)
  • Vampirismus als göttlicher Fluch
  • Neuinterpretation der Geschichte und echter historischer Persönlichkeiten
  • ambivalente Darstellung von Religion, Kirche und Gott
  • Verluste
  • Drogenmissbrauch
  • Unsterblichkeit ist nicht leicht
  • kein Happy End

Volltext

Kostenfreies Download des Romans als epub-Datei, sodass er offline gelesen werden kann:

Fluch von alter Gnade – Alishia E. Kane

Alternativ kann der Roman direkt hier gelesen werden:

Hintergründe und Inspirationen

Nachdem ich nach Jahren mal wieder einen Vampirroman gelesen hatte, wurde bei mir das Interesse für diese übernatürlichen Wesen wiedererweckt und ich habe mir eine Frage gestellt:

Was, wenn Vampire nicht stark, wunderschön und anziehend sind? Was wenn das Vampirsein richtig scheiße ist?

Diesen Ansatz fand ich zu interessant, um ihn nicht weiterzuverfolgen.

Die Beschäftigung mit der Frage, weshalb Vampire so empfindlich auf alle möglichen religiösen Symbole sind, hat mich dann auf die Idee gebracht, dass Vampirismus ein Fluch Gottes sein könnte.

SPOILERZONE: Ab hier beinhaltet der Text Spoiler zu der Story

Der erste Vampir: Mihnea I. cel Rӑu

Mihnea I. cel Rӑu habe ich teilwese gewählt, weil ich einen ersten Vampir brauchte, der sich mit der Kirche überworfen hatte. Und obwohl man das Gegenteil glauben müsste, so hatte Vlad III. Drăculea (der ja oft als Vorbild für Dracula dient) keine sonderlich negative Beziehung zur römisch-katholischen Kirche.

Bei seinem Sohn, Mihnea I. cel Rӑu, sah das anders aus, war besser zu begründen. Daher diente er mir hier als erster Vampir.

Emmas Character-Arc

Emmas Character-Arc ist absichtlich sehr flach gehalten. Sie ist geprägt von ihrem Fatal Flaw: Impulsivität/Sprunghaftigkeit in Kombi mit Beeinflussbarkeit. Sie lernt zu keinem Zeitpunkt, diesen Flaw zu überwinden, weshalb die Geschichte für sie kein gutes Ende nimmt.

Wie kam es zum Romantitel?

Gut, wie es zum „Fluch“ kam, dürfte vermutlich klar sein (Vampirismus als Fluch). Etwas seltsam mutet vielleicht zunächst „von alter Gnade“ an. Das ist eine Anspielung auf die eher rachsüchtige und weniger rein gütige Version von Gott, die im alten Testament zu finden ist („altes“ Testament → „alte Gnade“).

Fun Fact: Die Pin (MAYOR SPOILER!)

Ich verrate immer mal gerne bereits bei Einführung eines Charakters oder Gegenstandes, was es damit später auf sich haben wird. Natürlich versteckt.
Eben so verrät auch die Pin des Smartphones, das „Markus Juenger“ Emma gibt, beinahe alles. 1418.

Schaut man in der Bibel, Evangelium des Markus, Kapitel 14, Vers 18 (Mk 14,18): „Während sie nun zu Tisch waren und aßen, sagte Jesus: Amen, ich sage euch: Einer von euch wird mich ausliefern, einer, der mit mir isst.

Während er ihr das Smartphone gibt, sitzen sie gemeinsam am Tisch, und er wird sie verraten. Und als Emma später die Pin eingibt, weil sie beschlossen hat, Herrn Juenger zu vertrauen, sitzt sie ebenfalls an einem Tisch. Und mit dieser Tat verrät sie Misericordia.

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